IN VORBEREITUNG:

 

HEDDA GABLER

von Henrik Ibsen

Premiere am 20. November 2020
am Theater Freiburg



Regie: Lydia Bunk
Bühne: Bettina Meyer
Kostüme: Bianca Deigner
mit Janna Horstmann, Stefanie Mrachacz, Victor Calero, Martin Hohner, Holger Kunkel

Ein großes, wildes und schönes Leben, das ist es, was Hedda Gabler vorschwebte. Ein Leben in eigener Regie. Sie hat nicht ohne Berechnung den aufstrebenden Wissenschaftler Jörgen Tesman geheiratet. Nun ahnt sie, dass sie an seiner Seite vor allem dies finden wird: Konventionen und Langeweile. Tesman träumt von einer Professur, die die wirtschaftlich prekäre Lage des Paares verbessern würde. Da taucht sein alter Bekannter Eilert Ljövborg in der Stadt auf, seit jeher Tesmans Rivale in Sachen Sex und Karriere. Ljövborg, ein Mann mit genialischen Zügen, hat seine Suchtprobleme in den Griff bekommen und ein Buch geschrieben, von dem bald alle sprechen werden. Tesman sieht seine Hoffnungen schwinden und Hedda das Kalkül ihres Lebens nicht aufgehen. Nun will sie ihre Energien nicht länger kanalisieren. Mit tödlichen Folgen. "Hedda Gabler", geschrieben 10 Jahre nach "Nora", ist Ibsens Meisterwerk und ein sehr persönliches Stück. Ein Stück über den egoistischen Hunger nach Macht und Einfluß, der emotionale Leere nach sich zieht - die Beschreibung des ständigen Versuchs, etwas zu ändern, der zum Scheitern verurteilt ist. Das Porträt einer Frau, die sich isoliert von allen Beziehungen und von der Welt. Das Drama eines Selbstmords einer Frau, die alles haben könnte.

 

 

FRÄULEIN JULIE

von August Strindberg

Premiere am 15. April 2021
am Vendsyssel Teater / Dänemark



Regie: Lydia Bunk
Ausstattung: Marianne Nilsson
mit Maria Cordsen, Albert Stein Ankerstjerne und Linnea Voss

Liebe und Macht, Selbstbehauptung und Unterwerfung, sozialer Status, Rollenerwartungen und deren Überschreitung: Mit kühler Präzision seziert August Strindberg in seiner Mittsommernachts-Sextragödie die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit der Geschlechterverhältnisse und zeigt Liebe als Kampf bis aufs Blut, heftige Zuneigung aber ganz ohne wahres Gefühl.

Die Mittsommernacht wird rauschend gefeiert. In Shakespeares Sommernachtstraum verliebt sich Elfenkönigin Titania in einen Esel, in Strindbergs meistgespieltem Stück die adlige Julie in den einfachen Diener Jean. Doch wer spielt hier mit wem? Und welche Konsequenzen hat die fieberhafte Nacht für die Beteiligten? Strindbergs Drama aus dem 19. Jahrhundert ist ein frühes, meisterhaftes Stück über den Geschlechterkampf.